Der Mozartbrunnen befindet sich auf der Bürgerwiese. Er wurde ursprünglich von dem Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus im Jahre 1907 geschaffen. Die drei weiblichen Figuren, welche um einen Mozart-Gedenkstein tanzen, stellen die Grazien "Anmut", "Heiterkeit" und "Ernst" dar. Sie sollen die Musik Mozarts in Form eines Reigens verkörpern.
Mozartbrunnen
Ständehaus (Oberlandesgericht)
Das Sächsische Ständehaus wurde Von 1901 bis 1907 als Sitz des Sächsischen Landtags errichtet (Paul Wallot) und ist heute Sitz des Oberlandesgerichts Dresden. Der Gebäudekomplex befindet direkt beim Residenzschloss. Auf der Elbuferseite befindet sich ein Turm, auf dem die vergoldete Figur der Saxonia von Johannes Schilling steht.
Yenidze
Der Name dieser ehemaligen Tabakfabrik geht of das Anbaugebiet Yenidze zurück aus dem der Unternehmer Hugo Zietz den Tabak für seine Zigaretten bezog. Da im Bereich der Dresdner Altstadt kein offensichtliches Fabrikgebäude erlaubt war wurde die Tabakfabrik von 1908 bis 1909 im Stil einer Moschee mit einer farbig verglasten Kuppel und als Minarett getarnten Schornstein errichtet.
Botanischer Garten
Brunnen und Wasserspiele
Queckbrunnen
Der Queckbrunnen ist einer der ältesten Brunnen Dresdens. Er wurde 1461 erstmals urkundlich als Brunnen der Gerbergemeinde erwähnt und besteht aus einem viereckigen, 3,60 m hohen Sandsteinhäuschen auf dessen Dachspitze ein ca 1 m hoher Storch (der im Jahr 1735 aufgesetzt wurde) ein Wickelkind transportiert. Dieser sollte daran erinnern, dass das Wasser des Brunnens im Ruf stand unfruchtbare Frauen zu gesegneten Kindsmüttern zu machen. Es gab sogar kurze Zeit (1514-1521) eine Wallfahrtskapelle nahe des Brunnens.
Standort: Hertha-Lindner -Straße in der Wilsdruffer Vorstadt .Nahe des Stadtheaters.
Cholerabrunnen
Der neugotische Cholerabrunnen (1846) wurde von Freiherr Eugen von Gutschmid finanziert, als Dank dafür, dass Gott Dresden in den Jahren 1841 und 1842 von der Cholera verschont hatte. Der vom Architekten Gottfried Semper geschaffene Brunnen wirkt wie die Spitze einer gotischen Kathedrale. Dieser Eindruck wird durch die Höhe von 15,5 Metern noch verstärkt. Zahlreiche Verzierungen und Ornamente, biblische Figuren sowie Zitate aus dem 91. Psalm unterstreichen diesen sakralen Charakter. Der Brunnen, der ursprünglich auf dem Postplatz stand, befindet sich heute zwischen Zwinger und Taschenbergpalais.
Palais im großen Garten
Im Zentrum des großen Gartens befindet sich das um 1680 erbaute Palais. Dieses frühbarocke Bauwerk wurde im Auftrag des Kurprinzen Johann Georg III. von Sachsen durch Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke errichtet und war für die sommerlichen Vergnügungen des Hofes bestimmt.
Katholische Hofkirche
Die Katholische Hofkirche, Kathedrale Sanctissimæ Trinitatis (Kathedrale der heiligsten Dreifaltigkeit) prägt maßgeblich das Stadtbild Dresdens. Sie wurde in den Jahren 1738-1755 direkt neben dem Residenzschloss erbaut.
Italienisches Dörfchen
Italienisches Dörfchen nennt sich ein Gebäude, das 1911-1913 nach dem Entwurf des Dresdner Stadtbaurates Hans Erlwein entstanden ist. Benannt nach den im 18ten Jahrhundert an gleicher Stelle gelegenen Arbeits- und Wohnquartieren der beim Bau der Hofkirche tätigen italienischen Handwerker. Heute Restaurant.
Fürstenzug
Der Fürstenzug stellt die tausendjährige Geschichte des Fürstenhauses Wettin dar und gilt als größte Porzellanbild der Welt, bestehend aus rund 25.000 Meißner Porzellanfliesen. Auf 102 Metern werden 94 Personen abgebildet.
Deutsches Hygiene-Museum
Das Deutsche Hygiene-Museum wurde 1912 vom Odol-Fabrikanten Karl August Lingner gegründet. Als dieser 1916 starb vermachte er sein Vermögen der Stadt Dresden. Es sollte ein nationales Museum für Volksgesundheit gebaut werden. Erst 1928- 30, zur II. Internationale Hygiene Ausstellung, konnte der Bau realisiert werden. Der Architekt Wilhelm Kreis (1873-1955) schuf ein monumentales Museum. Der "gläserne Mensch", ein anatomisches Modell aus durchsichtigem Kunststoff war die größte Attraktion der Ausstellung.
Heute gibt es neben zwei Permanenten Ausstellungen (in denen auch der "gläserne Mensch" bestaunt werden kann) wechselnde Sonderausstellungen über wissenschaftliche und kulturelle Themen.
Jubiläumsschlossführung
Bei einer 90-minütigen Schlossführung erfahren Sie viel Interessantes über die Geschichte, Architektur, den Wiederaufbau und die jetzige Nutzung des Dresdner Residenzschlosses. Sie besichtigen den kleinen und großen Schlosshof, die Englische Treppe und den Bärengarten. Weiterhin erhalten Sie einen kurzen Einblick in das Neue Grüne Gewölbe mit seinen Pretiosen, der Fürstengalerie und der Türckischen Cammer mit dem Tafelzelt, welches 1730 bei dem Zeithainer Lager verwendet wurde.
Englische Treppe
Schlossführung
Das Dresdner Residenzschloss hat eine über 800-jährige Geschichte. Viele Herrscher haben hier ihre Spuren hinterlassen. Am 13. Februar 1945 wurde es zerstört und nun seit den 80-er Jahren als Residenz der Kunst, als Museumskomplex wieder aufgebaut.
Türkenkammer, Türkische Kammer oder Türckische Cammer?
Eigentlich hat es so ein Museum mit diesem Namen gar nicht gegeben, sondern es war ursprünglich ein Sammelsurium von orientalischen Dingen mit der Bezeichnung Ungarische Kammer, da eine Vielzahl von Objekte aus dem damals osmanisch besetzten Ungarnlande kam. Erst seit 1674 gibt es ein erhaltenes vollständiges Inventar mit der Bezeichnung Türckische Cammer und auf diese Bezeichnung bezieht sich der heutige Name.
Autorin: Steffi Uhlig,
Gästeführung & Reiseleitung in Dresden, Sachsen
Großes Tafelzelt Kyowsky
Der sächsische Kurfürst Johann Georg III. kämpfte 1683 beim Entsatz von Wien erfolgreich auf Seiten der kaiserlichen Truppen und brachte als Kriegsbeute 2 Zelte mit nach Dresden. Leider ist davon in der Türckischen Cammer nicht allzu viel zu sehen. Eines davon befindet sich heute in Stockholm, vom anderen ist nur eine Seitenwand erhalten geblieben.
Türckische Cammer
Die Gründung dieser exotischen Sammlung geht auf die Kurfürsten von Sachsen im 16. Jahrhundert zurück, ohne dabei ein konkretes Entstehungsjahr nennen zu können. Etwa ab 1591 wird sie als eigener Bereich innerhalb der Rüstkammer erwähnt. Zeitweise trug sie den Namen Ungarische Cammer nach dem Ort der Kampfhandlungen und etwa ab 1614 erscheint in den Inventaren der Name Türckische Cammer.
Semperoper
Die sächsische Staatsoper ist ein Haus von Weltruf mit einem Ensemble von Rang und Namen. Die Dresdner Staatskapelle hat in diesem Hause ihr Domizil, eines der ältesten Orchester der Welt mit einer über 460 jährigen Tradition. Die einstige Hofkapelle ist geprägt von bedeutenden Kapellmeistern wie Heinrich Schütz, Carl Maria von Weber, Richard Wagner, dem Dirigenten Ernst von Schuch u.v.a.
Hier wurde Operngeschichte geschrieben, hier fanden die Uraufführungen von Richard Wagners „Rienzi“, dem „fliegenden Holländer„ und „Tannenhäuser“ statt. Untrennbar ist das Haus auch mit dem Komponisten Richard Strauß verbunden, der hier neun seiner Opern erstmals auf die Bühne brachte, darunter den „Rosenkavalier“.
Araber in der Türckischen Cammer
Die Wettiner bekamen bereits ab dem 16. Jahrhundert als diplomatische Geschenke Pferde mit kostbarem Reitzeug, ja sogar mit dazugehörigem Personal geschenkt. Die Pferde wurden nicht für die Zucht verwendet, sondern dienten der Repräsentation. Schon damals schnitzte man nach den Originalen aus Holz Nachbildungen, auf welchen man die kostbaren Reitzeuge aufbewahrte. So soll es um 1660 etwa 60 hölzerne Pferde gegeben haben, die sogar Namen nach den Originalen trugen wie z.B. Tenzer.
Bis 1945 wurden sie im Johanneum ausgestellt und gingen dann gingen dann in den Wirren des 2. Weltkrieges bis auf eine geringe Anzahl verloren.
Kirschkern in Neuem Grünem Gewölbe
Ein Besuchermagnet im Neuen Grünen Gewölbe zu Dresden ist der Kirschkern. Den soll um 1589 der kaiserliche Rat Christoph von Loß zu Pillnitz dem damaligen Kurfürsten von Sachsen Christian I. geschenkt haben. Damals zählte man akribisch nach und kam darauf, dass ein unbekannter Künstler unter der Lupe 185 kleine Köpfe von geistlichen und weltlichen Ständen geschnitzt haben soll. Heute hat man mit moderner Technik noch mal nachgezählt und es sollen nur 113 Köpfe sein. Trotzdem, wenn man bedenkt, dass man im 16. Jahrhundert noch kein elektrisches Licht hatte und es auch nicht so gute Lupen gab, wie die, durch die man den Kirschkern heute bewundern kann.
















